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Arztbewertungsportale – endlich mehr Glaubwürdigkeit?

Geschrieben von am 26.02.2012 in Klartext | Keine Kommentare

Führende gesetzliche Krankenkassen haben ihre ca. 37 Millionen Versicherten aufgerufen nun auch Zahnärzte im Internet zu bewerten.
Nachdem im letzten Jahr zunächst Haus- und Fachärzte durch ihre Patienten bewertet wurden, kommen in Kürze auch Zahnärzte hinzu.

Welche Auswirkungen hat das auf Patienten und Ärzte?

Nachdem ich in der Vergangenheit häufig einen Missbrauch von Bewertungsportalen erwähnt hatte, scheint sich nun doch etwas in die richtige Richtung zu bewegen.
Wo zuvor in “freien” Bewertungsportalen Jedermann anonym seine Bewertung hinterlassen konnte und damit auch Platz für Schmähkritik und Verleumdungen vorhanden war, reagieren die Krankenkassen endlich.
Auch die Form der Bewertungsabfragen entsprachen bisher nicht den Notwendigkeiten einer objektiven Qualitätskontrolle. Oftmals standen subjektiv empfundene “Gefühle” im Blickpunkt der Bewertung und keine objektiven Fakten, aus denen die betroffenen Ärzte zukünftig ihr Leistungsspektrum an die Wünsche ihrer Patienten ausrichten konnten.

Bei den Bewertungsportalen der Krankenkasse kann nun jeder Patient, nachdem er sich mit seiner Krankenkassennummer registriert hat, anonym eine Bewertung des jeweiligen Arztes abgeben. Platz für Schmähkritik wird es hier nicht geben, vielmehr erfolgt die Bewertung über einen Fragebogen.

Meiner Meinung nach, ein Weg in die richtige Richtung! Bewertungsportale sollen Verbrauchern einen Anhaltspunkt über die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung geben. Das Bewertungsportale sehr häufig manipuliert werden, ist längst kein Branchengeheimnis mehr.
Es wäre zu wünschen, wenn das Modell Schule macht und Bewertungsportale aller Art für mehr Sicherheit und Transparenz sorgen würden.

Zugang zu den Arztbewertungsportalen finden Sie über die Webseiten der AOK, Barmer GEK und der Techniker Krankenkasse sowie über www.weisse-liste.de .

Robert Justitz

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