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Die Schuldenlawine

Geschrieben von am 12.10.2012 in Buchvorstellungen, Eurokrise | 1 Kommentar

Die Schuldenlawine: Eine Gefahr für unsere Demokratie, unseren Wohlstand und Ihr Vermögen. von Bert Flossbach und Philipp Vorndran. FinanzBuch Verlag 2012.

Die europäische Schuldenkrise ist längst beim Bürger angekommen. Politiker versuchen, die europäische Wirtschaft mit Hilfszahlungen zu stabilisieren. Dabei ist eines klar: Der Staat bürgt seinen Bürgern eine immer höhere Schuldenlast auf.

Die Autoren gehen der Schuldenkrise nicht nur auf den Grund, sondern skizzieren die Entwicklung der nächsten Jahre. Mit einem skeptischen Blick in die Welt des Jahres 2015 zeigen sie den Bürgern auf, was ihnen blühen werde.

Das Szenario sieht vor: Den Euro gibt es noch, Griechenland und Portugal hat die EU bereits verlassen und die europäischen Schulden sind durch unterschiedliche Rettungspakete weiter gestiegen. Die Notenbanken halten den Zins künstlich niedrig und die Inflation steigt.

Die Bürger seien auf die Entwertung ihres Geldes nicht vorbereitet, daher erteilen Flossbach und Vorndran Anlegertipps aus ihrer Praxis. Ihre Empfehlung lautet: Ins Risiko gehen.

Über die Autoren:
Dr. Bert Flossbach ist Gründer und Vorstand der Vermögensverwalter Flossbach & von Storch AG. Der Finanzmarkt-Stratege Philipp Vorndran arbeitet seit Januar 2009 bei Flossbach & von Storch und ist im Bereich des Investmentmanagements tätig.

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1 Kommentar


  • Von: Stefan Wehmeier
    am 12.10.2012 um 20:01 Uhr

    “Die Zukunft vorherzusagen, ist unmöglich, und alle derartigen Versuche wirken – wenn sie ins Detail gehen – schon wenige Jahre später lächerlich.” Das ist der erste Satz in einem Buch, das sich ausschließlich mit der Zukunft beschäftigt; nicht irgendein Buch, sondern das Standardwerk der Futuristik: “Profile der Zukunft”, geschrieben von einem großen Denker, dessen prophetische Worte anzuzweifeln noch kein ernstzunehmender Wissenschaftler gewagt hat: Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008). Der hohen Politik ist das egal.

    Was dabei herauskommt, wenn die Gestaltung der Zukunft der hohen Politik überlassen wird, erleben wir seit dem Beginn der so genannten Finanzkrise im Herbst 2008. Die hohe Politik und vorgebliche Wirtschaftsexperten, von denen sie beraten wird, versuchen ständig, “die Zukunft vorherzusagen”: Man will einen “selbsttragenden Aufschwung” herbeiführen, eine “Energiewende” finanzieren, sich auf den “demographischen Wandel” einstellen und nebenbei Massenarmut, Umweltzerstörung, Terrorismus und Krieg bekämpfen. Solange eine Mehrheit von Wählern diesen Unsinn glaubt, geht uns die Zukunft immer mehr verloren, denn:

    “Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits.”

    Das schrieb der Freiwirtschaftler Otto Valentin in einem Artikel mit dem bezeichnenden Titel “Warum alle bisherige Politik versagen musste” im Jahr 1949. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Tatsächlich gibt es für die Menschheit gar keine Zukunft mehr, wenn es nicht endlich gelingt, die Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz (Kapitalismus) abzustellen und damit auch die hohe Politik überflüssig zu machen, die ohnehin nichts dagegen auszurichten vermag, solange unsere seit jeher fehlerhafte Geld- und Bodenordnung so ist, wie sie noch ist:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/was-passiert-wenn-nichts-passiert.html

    Ohne die Kenntnis elementarer makroökonomischer Zusammenhänge, die gewählte “Spitzenpolitiker” und studierte “Wirtschaftsexperten” am allerwenigsten verstehen und auch gar nicht erst verstehen wollen, um sich selbst nicht “überflüssig” vorzukommen, ist jeder Versuch, über das Jahr 2012 hinaus zu denken, vollkommen sinnlos:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/01/2012.html

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