Der Blick hinter die Nachrichten: DSA Worldnews

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Facebook Marketing – Zynga plant eigenes Netzwerk

Geschrieben von am 27.06.2012 in Fakten, Social Media Marketing | Keine Kommentare

Gerade mit Bezug auf die kürzlich veröffentlichten Neuerungen, regt sich erster Widerstand auch aus den Reihen von Facebook Verbündeten.
Die zunehmende Kommerzialisierung von Facebook unterbindet eine Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden auf Augenhöhe. Genau dies ist der Grundgedanke von Social Media Marketing und ausschließlich dieser Faktor war für Unternehmen wichtig.

Agenturen, die die Spielregeln beherrschten, konnten mit einem vergleichsweise geringem Aufwand eine sehr effiziente Kommunikation betreiben und damit u.a. die Aussenwahrnehmung von Unternehmen, Marken oder Produkten stärken.

Nach dem Börsengang war eine Trendwende zu vernehmen, die den Social Media Marketing Gedanken verdrängte und Facebook zu einer PR Plattform „verkümmern“ ließ.
Sicherlich hätte dies keine gravierende Auswirkungen auf die private Nutzung von Facebook,
in einem vorherigen Blogbeitrag bin ich bereits auf das Nutzerverhalten, basierend auf einer Bitkomm Studie, eingegangen.

Wenn nun Zynga tatsächlich ein eigenes Netzwerk gründet und dort ausschließlich die beliebten Social Games anbietet, könnte es für Facebook durchaus sehr unangenehm werden.
Laut der Bitkomm Studie spielen rund 25% der Nutzer regelmäßig diese Social Games, wandern diese ab und bekommen noch zusätzliche Features der Unterhaltung geboten, ist das Ende von Facebook eingeläutet.

Zynga: Internetspiele-Anbeiter gründet eigenes Netzwerk

Der wichtigste Spiele-Lieferant für Facebook könnte dem sozialen Netzwerk zukünftig Konkurrenz machen. Zynga stellte in San Francisco ein eigenes Spielernetzwerk vor: Zynga with Friends.
Zynga erwirtschaftet zur Zeit 93 Prozent seines Umsatzes auf Facebook. Aufgrund des ins stocken geratenen Wachstums will sich Znyga nun von Facebook unabhängig machen und gab eine künftige Kooperation mit dem Unterhaltungselektronikkonzern Atari bekannt. Die Kooperation diene der Entwicklung neuer Spiele.
Für das neue Netzwerk rechne Manuel Bronstein, Geschäftsführer von Zynga, nach eigenen Angaben mit 290 Millionen Nutzer. Bekannt geworden ist Zynga für seine Internetspiele “Castleville” und “CityVille”. Zuletzt sorgten sich Analysten zunehmend, der Börsenneuling  nehme zu wenig Geld pro Facebook Nutzer ein, um nachhaltig Gewinne erzielen zu können.

Robert Justitz

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