Der Blick hinter die Nachrichten: DSA Worldnews

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Hundetrainer Michael Grewe – wie geht es weiter?

Geschrieben von am 18.04.2013 in Klartext | 6 Kommentare

Im Dezember 2012 erregte ein Video mit fragwürdigen Erziehungsmethoden, anscheinend durch den renommierten Hundetrainer Michael Grewe, die Gemüter von Hundehaltern und den Medien. In dieser Videosequenz wurde ein als aggressiv eingestufter Schäferhund im Moment des unerwünschten Verhaltens mit einem Futternapf aus Metall massiv malträtiert.

Innerhalb kürzester Zeit folgte eine Welle der Empörung, die in einem sogenannten Shitstorm auf der Facebook-Fanpage von Grewes Hundeschule Hundeleben mündete. Leider überzeugte Grewe durch völlige Inkompetenz in Sachen Krisenmanagement und reagierte, wenn überhaupt sehr dilettantisch auf Presseanfragen. Der Shitstorm wurde zusätzlich genährt, indem kritische Beiträge einfach gelöscht und Strafanzeigen gegen einzelne Verfasser von Beiträgen angedroht wurde. Auch haben sich Tierschutzorganisationen der Causa Grewe angenommen und Strafanzeigen sowie Eingaben bei den zuständigen Behörden eingereicht.

Laut einer aktuellen Meldung des Internetmagazins „CANISUND“ soll es wohl zu Hausdurchsuchungen mit dem Ziel der Beweismittelsicherung bei Michael Grewe gegeben haben.

Hundetrainer Michael Grewe: Hausdurchsuchung

Der zuständige Oberstaatsanwalt in Kiel Ingo Plewka bestätigte dem Magazin, dass es im März eine Durchsuchung durchgeführt wurde, bei der Videomaterial und Beweismittel gesichert wurden. Die sichergestellten Beweismittel werden derzeit ausgewertet. Diese Maßnahme lässt die berechtigte Hoffnung zu, dass der Vorgang wohl nicht im Sande verlaufen wird und unter Umständen strafrechtliche Folgen zu erwarten sind.

Wir begrüssen diese Entwicklung und hoffen, dass es im Sinne der Hunde und auch der Hundetrainer zu einer umfassenden Aufklärung der fraglichen Methoden von Michael Grewe kommt. Letztendlich wurde durch das konkrete Verhalten im gezeigten Video, als auch in der anschliessenden desaströsen Kommunikation der gesamten Berufsgruppe der Hundetrainer geschadet.

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6 Kommentare


  • Von: Britta P
    am 02.06.2013 um 17:38 Uhr

    Wenn manche Hundehalter sich vor der Anschaffung eines Hundes mehr Gedanken über deren Bedürfnisse und Erziehung machen würden müssten Hundetrainer nicht zu solchen Massnahmen greifen um Hunde die als gefährlich eingestuft werden auf diese Art und Weise vor der Euthanasie zu bewahren!!!!
    Ich stehe hinter dieser Handlung, da sie dem Hund das Leben rettet.
    Hätte der Besitzer sich früher an einen professionellen Trainer gewand hätte es nicht so weit kommen müssen!!!

  • Von: Stefan
    am 21.04.2013 um 02:45 Uhr

    Ich würde gerne etwas über das Schicksal der Personen erfahren, die von der Hündin gebissen worden waren!

    • Von: Helmut Lenz
      am 21.04.2013 um 15:27 Uhr

      @Stefan, das würden wir wohl alle gerne wissen. Ebenso den drohenden Einschläferungs-Beschluss hätten wir auch gerne gesehen. Und natürlich auch Videos von einem sich angstfrei und unagressiv präsentierenden Hund hätten alle hier gerne gesehen, damit man nachvollziehen kann, welche wundervolle Arbeit im Sinne des Hundes Herr G. vollbracht hat.
      Alles das werden wir nicht sehen, warum nicht, kann sich jeder seine Gedanken machen.

  • Von: Angela Grillmeier
    am 19.04.2013 um 14:09 Uhr

    Vielen Dank für den aufschlußreichen und hoffnungschöpfenden Artikel ! Ich wäre sehr dankbar, wenn es eine Möglichkeit gäbe, dass man die Interessierten informiert, wie’s weitergeht.
    Danke !

    • Von: Robert Justitz
      am 20.04.2013 um 20:03 Uhr

      Vielen Dank für das Lob! Selbstverständlich bleiben wir an dieser Geschichte dran. Sobald es relevante Neuigkeiten gibt, werden wir diese hier posten. Es besteht aber auch die Möglichkeit die News hier zu abonnieren, so erhaltet Ihr automatisch eine Mail bei Neuigkeiten

      Gruß Robert Justitz

  • Von: Helmut L.
    am 18.04.2013 um 18:42 Uhr

    Vielen Dank für das Nachhaken bei der Staatsanwaltschaft, Herr Justitz,
    und für die Informationen. Ich hoffe, wir erfahren auch irgendwann etwas über das Schicksal der DSHündin.

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