Der Blick hinter die Nachrichten: DSA Worldnews

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Interaktion mit Teenagern im Social Media Marketing

Geschrieben von am 26.04.2012 in Fakten, Social Media Marketing | Keine Kommentare

Im gestrigen Blogeintrag habe auf die mangelnde Akzeptanz der jüngeren Generation gegenüber der Präsenz von Unternehmen hingewiesen in sozialen Kanälen berichtet. 
Die junge Zielgruppe kommuniziert zwar untereinander sehr intensiv über Produkte und Marken, stehen den Unternehmen, die sich in den sozialen Medien präsentieren jedoch sehr skeptisch gegenüber.
Der Großteil dieser jungen Zielgruppe lehnt ein Engagement sogar schlichtweg ab!

Woran liegt das?

Viele erfolgreiche Kampagnen von Unternehmen untermauern die These, dass es hauptsächlich auf die zielgruppengerechte Kommunikation und Interaktion ankommt.
Das schlichte Bereitstellen von Unternehmensinformationen lockt niemanden mehr aus der Reserve!

Am Beispiel eines der führenden Sportartikelhersteller „Adidas“ lässt sich belegen, dass Unternehmen durchaus eine hohe Akzeptanz bei Ihrer, auch sehr jungen, Zielgruppe erreichen kann.
Das Rezept lag darin, dass zuvor das Ziel der Kampagne definiert wurde und die Interaktion mit der Zielgruppe hierauf abgestimmt wurde.
Das Ziel lag darin die Position als Lifestyle Marke zu stärken und die Anzahl der Fans auf der offiziellen Facebook Fanpage zu erhöhen.
Bezeichnender Weise visierte Adidas Jugendliche im Alter von 14 – 25 Jahren als Zielgruppe an.
Diese Zielgruppe gilt als besonders trend- und modebewusst.
Durch eine gut durchdachte strategische Positionierung von audio – visuellen Inhalten konnte Adidas eine Identität aufbauen, die genau den Vorlieben dieser jungen Generation entsprach.
Als Kommunikationsplattform hat Adidas sich nicht nur auf Facebook konzentriert, sondern zog bei der Kampagne auch unterschiedlichste soziale Kanäle ein.
Adidas führte eine internationale Social Media Kampagne durch und entwickelte episodisch, also in Intervallen verschiedene Kollektionen, welche wie beschrieben audio – visuell über mehrere soziale Netzwerke verbreitet wurden. 
Nutzer sollten dazu bewegt werden, die Kollektionen zu kommentieren und auch viral zu verbreiten. Im Fokus stand aber immer die Vernetzung mit der offiziellen Adidas Fanpage. Von dort konnte Adidas gezielt mit ihren Fans weiter kommunizieren und zwar nicht primär über die Marke, vielmehr über Veranstaltungen, Sport oder andere zielgruppengerechten Themen.

Fazit

Während der Laufzeit Kampagne zwischen Januar und Juni 2010 stieg die Anzahl der Fans der offiziellen Facebook-Fanpage um 228.928 User.
Die Videos sorgten für 722.000 direkte Interaktionen und über 343 Mio. Impressionen wurden erzielt!

Dieses Beispiel zeigt, dass die „Verdrossenheit“ der jungen Generation gegenüber des direkten Engagements von Unternehmen in den sozialen Medien seine Ursache in der
fehlerhaften Kommunikation und Interaktion liegt.

Eine originelle Kommunikation ist nicht zwangsläufig an ein hohes Werbebudget gekoppelt, auch kleinere Unternehmen können Social Media Marketing sehr gewinnbringend einbringen.

Ich verweise an dieser Stelle auf mein Whitepaper „ROI“, in der ich belege, dass auch kleinere Unternehmen einen hohen Nutzen mittels Social Media Marketing erzielen können.

Robert Justitz

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