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Kommentar: Der verlorene Kampf von Facebook

Geschrieben von am 02.10.2012 in Kommentare | Keine Kommentare

Missglückten Börsenstart und schlechte Aussichten auf dringend benötigte Werbeeinnahmen: Der Untergang des einstigen Wunderkindes Facebook scheint besiegelt.

Facebook setzte auf das bewährte Geschäftskonzept seines größten Konkurrenten Google und wird damit kläglich scheitern.

Die Gründe liegen auf der Hand:

Das Nutzerverhalten innerhalb sozialer Netzwerke unterscheidet sich grundlegend gegenüber dem in Suchmaschinen. Erschwerend hinzu kommt die Unfähigkeit, Werbeschaltungen auf mobilen Endgeräten einzublenden. Mehr als die Hälfte der weltweit rund 900 Millionen Mitglieder nutzen Facebook über ein mobiles Endgerät.
Meiner Meinung nach: ein grob fahrlässiger Fehler seitens des Facebook Managements. Auch die großspurige Ankündigung Facebook nun als Suchmaschine etablieren zu wollen, klingt eher danach Anleger beruhigen zu wollen, als nach einem vernünftigen Konzept.

Google reibt sich die Hände und startet zur Gegenoffensive. In Fachmagazinen tauchen zunehmend Artikel auf, in denen die zukünftige Relevanzbeurteilung für Beiträge und Bewertungen von Nutzern für die Suchmaschinenoptimierung angekündigt wird. Voraussetzung hierfür ist nach natürlich ein Profil des Google eigenen sozialen Netzwerkes „Google+“.

Ein sehr intelligenter Schachzug, zudem diese Ankündigung nicht breit gestreut wird, sondern an die Zielgruppe der Suchmaschinenoptimierer gerichtet ist.
Was tun diese logischerweise? Sie setzen diese Strategie um und empfehlen es ihren Kunden. Dadurch wächst automatisch das soziale Netzwerk „Google+“. Das nennt man nicht nur im Social Media Marketing „Aktivierung von Meinungsführern“.

Herzlichen Glückwunsch an Google und viel Kraft für die kommende Leidensphase an Facebook wünscht

Robert Justitz

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