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Kommentar “Operation Walküre” – ein netter Versuch die Deutsche Geschichte etwas sympathischer erscheinen zu lassen

Geschrieben von am 03.10.2012 in Kommentare | Keine Kommentare

ein Kommentar von Robert E. Justitz, 3. Oktober 2012

Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat

noch während der Film “Operation Walküre” zur besten besten Sendezeit auf RTL ausgestrahlt wird, könnte der der geschichtlich nicht so versierte Fernsehzuschauer den Eindruck bekommen, dass es doch tatsächlich “anständige” Wehrmachtsoffiziere gab.
Offiziere, die die Grausamkeiten des Krieges und der Massenvernichtung von nicht “lebenswerten Individuen ” moralisch nicht länger ertragen konnten,
waren geläutert und wollten ein “neues Deutschland” erschaffen?

Ich finde es persönlich bezeichnend, dass sich gerade dieser “Widerstand” erst formierte, als der Verlust der Krieges schon längst besiegelt war.
Wie ist die militärische und politische Karriere der Widerstandskämpfer vorher verlaufen? Zumindest begann es mit dem Eid auf den Führer, Linientreue und auch der unbedingte Gehorsam waren der Garant dafür.

Die Widerstandskämpfer des 20. Juli als “Helden” darzustellen geht mir jedoch zu weit!
Was wäre die Alternative gewesen, wenn das Attentat geglückt wäre?
Was wussten die Widerstandskämpfer und noch viel wichtiger, in wie weit waren sie in Gräueltaten persönlich verwickelt?
Hätte sich der Widerstand formiert, wenn der Kriegsverlauf positiv für das 3. Reich verlaufen wäre?
Welcher persönlichen Schuld haben sich die “Widerstandskämpfer” zuvor schuldig gemacht?

Nein, mir ist es zu einfach, dieses Kapitel damit zu schliessen, dass es doch noch “anständige” Offiziere in der Wehrmacht gab.

Robert E.Justitz

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