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Social Media Marketing – Berührungsängste der Teenager

Geschrieben von am 25.04.2012 in Fakten, Social Media Marketing | 1 Kommentar

Laut einer Studie von Forrester suchen gerade einmal sechs Prozent der zwölf- bis 17 jährigen Internetnutzer aktiv die Nähe zu Unternehmen oder Marken, die Social Media Marketing betreiben, Bei der Zielgruppe der 18 – 24 jährigen liegt der Wert immerhin bei ca. zwölf Prozent.

In Anbetracht der Tatsache, dass Social Media Marketing derzeit einen grossen Boom erfährt und immer mehr Unternehmen innerhalb Online -Communities kommunizieren, stellt dies eine alarmierende Entwicklung dar.

Der Grund für diese Distanzierung liegt primär nicht am Desinteresse an den Unternehmen oder den Marken selbst. Hier findet ein reger Erfahrungsaustausch innerhalb der sozialen Netzwerke statt. Jedoch werden über die Produkte kommuniziert, ein direkter Kontakt zum Unternehmen bleibt jedoch weitgehend unerwünscht.

Laut der Studie von Forrester Research vertritt knapp die Hälfte der zwölf- bis 17 jährigen Nutzer die Meinung, dass Unternehmen nicht in den sozialen Medien präsent sein sollten.

Gerade mit Blick auf die zukünftigen Entwicklungen im Social Media Marketing sollten die Unternehmen die Ziele ihrer Kommunikationsmaßnahmen auch auf diese Zielgruppe ausrichten.
In diesem Alter lassen sich noch relativ einfach Markenbindungen oder auch Imagebildungen beeinflussen.

Dies bedingt wiederum natürlich auch das Beherrschen der Kommunikationsdisziplinen im Social Media Marketing. Zu viele Unternehmen springen einfach auf diesen Zug auf, ohne sich vorher Gedanken über die gewünschten Botschaften und Ziele zu machen.

Auch aus unserer Praxis und aus Gesprächen innerhalb der Branche werde ich sehr häufig in meinen Eindruck bestätigt, dass derzeit eher eine Goldgräberstimmung innerhalb der Agenturszene herrscht und es hauptsächlich darum geht möglichst viele Kunden zu generieren.
Oftmals reduziert sich die Dienstleistung auf die Einrichtung von Konten in verschiedenen sozialen Kanälen.
Die vorher zu erfolgende Zielgruppenbestimmung und auch die zu wählende Kommunikationsart, gepaart mit einer intelligenten Interaktion mit der Zielgruppe bleibt leider in der Realität vernachlässigt.

Ein Streifzug durch Facebook und das gezielte Suchen nach bekannten Unternehmen untermauert diese Aussage.

Ein klarer Hinweis auf das fehlen einer einheitlichen und kompetenten Ausbildung von Social Media Managern.

Robert Justitz

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1 Kommentar


  • Von: Rolf Moczarski
    am 25.04.2012 um 18:17 Uhr

    Vielleicht liegt es zum Teil auch an der schlechten Erfahrung mit Unternehmen auf Facebook & Co. Leider verstehen viele Social Media als Vertriebsmittel und ist man einmal Fan des einen oder anderen Unternehmens, so hat sich für mich persönlich schnell gezeigt, dass ich deren “Dauerbeschuss” lieber ausblende, oder meinen “Like” zurücknehme.

    Selbstverständlich gibt es auch positive beispiele, wie Subway, die aktuell von den Usern selbst ein Sub erstellen lassen, was ich persönlich nicht als Werbung empfinde, doch die allgemeine Kommunikation auf Social Media Kanälen muss meiner Meinung nach in vielen Unternehmen noch einmal überdacht werden.

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