Der Blick hinter die Nachrichten: DSA Worldnews

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Social Media Marketing – keine Maßnahme ohne Zieldefinierung

Geschrieben von am 25.04.2012 in Kapitel, Social Media Marketing | Keine Kommentare

Social Media Marketing ist in aller Munde! Egal wohin Sie schauen, Facebook & Co ist allgegenwärtig und beeinflusst maßgeblich unsere Lebensweise.
Wo in früheren Jahren das Internet nur als “Sender” fungierte,evolutionierte es sich bidirektional. Nutzer brauchen Inhalte nun nicht mehr nur zu konsumieren, sie können auch aktiv Inhalte veröffentlichen oder kommentieren.
Nutzer und Autoren begegnen sich hierdurch auf Augenhöhe. Vielmehr erreicht Social Media Marketing eine nie da gewesene Transparenz von Unternehmen, Personen und Produkten.
Viele Unternehmen folgen diesem Trend und oftmals regiert der blanke Aktionismus vom Management hier ganz schnell aktiv zu werden.
Doch oft wird Social Media Marketing als eine weitere Form des klassischen Marketings gesehen, doch weit gefehlt!
Social Media Marketing ist Kommunikation!
Wer meint die weltweit ca. 850 Millionen Mitglieder bei Facebook mit Werbeanzeigen “beglücken” zu müssen oder ausschließlich nur viele “Fans” zu generieren, der hat die wirklichen Regeln des Social Media Marketings nicht wirklich verstanden.
Ziel eines jeden Engagements im Social Media Marketing sollte die Aktivierung bestimmter Zielgruppen für bestimmte Themen sein.

Auch gibt es hier keinen Königsweg erfolgreich Social Media Marketing zu betreiben. Jede Kampagne muss auf das jeweilige Produkt und Zielgruppe ausgerichtet sein.
Hieraus resultiert die Notwendigkeit sich vorher Gedanken zu machen, welche Ziele man verfolgen möchte.
Folgende Ziele sind für Social Media Marketing geeignet:

Steigerung des Traffics

Durch die Möglichkeit Internetinhalte, Webseiten, Dienstleistungen, Produkte usw. an Gleichgesinnte zu empfehlen beginnt der Prozess der Mund-zu-Mund Propaganda.
Benutzer von Facebook kennen dieses Phänomen, sobald sie auf irgendeiner Webseite den “gefällt mir” Button von Facebook betätigt haben, erscheint dies in ihrem persönlichen Profil, welches natürlich auch die Freunde des Nutzers zur Kenntnis nehmen. Da soziale Netzwerke oftmals auch ähnliche Interessen verfolgen, besteht hier natürlich eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass auch diese Freunde den Inhalt ebenfalls teilen.

Linkbuilding
Suchmaschinen bewerten die Relevanz einer Webseite u.a. auch aufgrund der Anzahl und der Qualität von Verlinkungen auf die zu bewertende Webseite. Suchmaschinenoptimierer betreiben sehr häufig einen großen Aufwand mit dem Ziel hier viele Links zu generieren. Dies ist in der Regel ein teueres Unterfangen und sehr häufig auch grenzwertig in Bezug auf die Nutzungsregeln der Suchmaschinenbetreiber.
Social Media Marketing unterstützt dieses Linkbuilding automatisch, denn wenn ein anderer Nutzer Ihre Beiträge als lesenswert einstuft und ihn auf seiner Seite verlinkt, werten dies Suchmaschinen als ein Beweis von thematischer Relevanz und auch Glaubwürdigkeit.

Markenbildung / Markenbewusstsein   
Bei der Markenbildung, bzw. der Steigerung des Markenbewusstseins ist es im Prinzip unerheblich,  wie bekannt Ihre Marke zum jetzigen Zeitpunkt schon ist. Sicherlich ist eine hohe Markenbekanntheit grundsätzlich von Vorteil, jedoch kommt es darauf an, dass der Kunde sich an die Marke zum Zeitpunkt der Kaufentscheidung erinnert. Erinnert sich der Kunde in diesem Moment daran, dass die Marke bei einem breiten Publikum von Internetznutzern einen positiven Eindruck hinterlassen hat, so wird dies voraussichtlich auch auf die Kaufentscheidung Einfluss haben. Bemühen Sie sich also möglichst früh darum einen “guten Eindruck” zu hinterlassen!

Imagebildung
Mittels einer kreativen Darstellung von Dienstleistungen und Produkten können Sie hier sehr effektiv auf Ihre Imagebildung Einfluss nehmen. Mit der Art und Weise, wie Sie im Social Web kommunizieren, prägen Sie die Wahrnehmung des Kunden über Ihr Image. Seien Sie bei der Gestaltung Ihrer sozialen Inhalte kreativ, selbstverständlich an Ihr gesamtes Marketingkonzept orientiert. Diese kreativen und im besten Falle unterhaltsamen Inhalte wirken sich nicht nur auf Ihr Image aus, sie werden dann sogar weiterempfohlen und die Mund-zu-Mund Propaganda beginnt erneut.
Auffindbarkeit neuer Inhalte auf natürlicher Weise
Besonders kreative, witzige, unterhaltsame oder informative Inhalte verteilen sich in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit. Diese Inhalte werden von Nutzern an deren Freunde “geteilt”, welche diese wiederrum auch wieder weiter versenden.
Im Gegensatz zur bezahlten Werbung, wie Banner, Slides oder AdWords verbreiten sich soziale Inhalte freiwillig. Der Nutzer wird hier nicht gezwungen, sich die kommerzielle Marketingbotschaft anzusehen, er erhält sie vielmehr von einem Freund, weil er davon ausgeht, dass der Inhalt auf Gefallen stößt.
Die auf diese Art multiplizierte Botschaft erreicht innerhalb kurzer Zeit viele Hunderte oder gar Tausende Betrachter. Das traditionelle Marketing des Unternehmens wird davon nicht berührt und viel wichtiger sind natürlich die Kosten, die durch die “virale” Verbreitung eingespart wird. 

Zugriffszahlen / Traffic
Jede Webseite lebt grundsätzlich davon, dass sie wahrgenommen wird. Basis jeder Webseite sollte natürlich interessanter Inhalt für die anvisierte Zielgruppe sein. Eine professionell durchgeführte Suchmaschinenoptimierung (sollte mittlerweile selbstverständlich sein!) gewährleistet natürlich schon eine entsprechende Präsenz innerhalb der Suchmaschine und sorgt so für einen mehr oder weniger stetigen Besuchertraffic. Ein weiteres probates, aber auch kostspieliges Instrument der Trafficgenerierung sind natürlich bezahlte Werbeanzeigen.
Viel günstiger wird es für Sie, wenn Sie die Regeln des Social Media Marketings verstanden haben und sich beispielsweise in Communities beteiligen und im besten Falle sogar schon etabliert haben. Sind Ihre Beiträge dort lesenswert, wird sich die Community weiter für Sie interessieren und Ihre sozialen Inhalte weiterleiten. Somit erhöhen Sie automatisch und sehr kostengünstig die Besucherzahlen Ihrer Webseite.

Persönliche Reputation / Beziehungsmanagement
Durch regelmäßige Aktivitäten im Social Web, unter Einhaltung der gängigen Verhaltensnormen erarbeiten Sie sich eine hohe Akzeptanz Ihrer Kommunikationspartner. Achten Sie sorgfältig darauf, was die Community schreibt, reagieren Sie mit sinnvollen Beiträgen, die der Community tatsächlich weiterhilft. Selbst wenn diese Beiträge primär nicht mit Ihrem Produkt, Marke, Firma o.ä. in Verbindung steht, so etablieren Sie sich als kompetenter Ansprechpartner.
Haben Sie also bei Ihren virtuellen Gesprächspartnern einen guten Eindruck hinterlassen, so können Sie sicher sein bei nächster Gelegenheit an Gleichgesinnte weiterempfohlen zu werden.

Haben Sie etwas zu sagen!
Eine erfolgreiche Social Media Strategie bewirkt, dass Nutzer auf Sie aufmerksam geworden sind. Sie sollten weiterhin regelmäßig mit diesen Nutzern kommunizieren und nicht wieder in der Versenkung verschwinden.
Lassen Sie auch nicht in der Qualität der Kommunikation nach! Wenn Sie, nachdem Sie sich mühselig eine “Fangemeinde” erarbeitet haben, diese anschließend mit unpersönlichen und / oder langweiligen Unternehmensbotschaften konfrontieren, werden diese kontinuierlich auch an Beachtung verlieren.

Robert Justitz

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