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Ziele der Logopädie

Geschrieben von am 23.09.2014 in Sprache und Stimme in Balance | Keine Kommentare
RainerSturm /pixelio.de

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Die Sprache zu beherrschen, ist die Grundlage dafür, mit anderen erfolgreich zu kommunizieren. Das beginnt bereits im Kindergarten und in der Schule. Später gilt es, sich im Beruf zu behaupten. Ohne sich ausdrücken zu können, ist es schwierig, im Leben eigenständig zurechtzukommen. Diverse Gründe können eine ungestörte Kommunikation verhindern und den Alltag erschweren.

Welche Sprachschwierigkeiten ein Kind oder einen Erwachsenen auch begleiten. Die Logopädie verfolgt das vorrangige Ziel, die Kommunikationsfähigkeit in den Mittelpunkt zu stellen und zu stärken. Da jeder Patient unterschiedliche Ursachen für seine Sprachschwierigkeiten aufweist, werden die Ziele entsprechend individuell abgestimmt.

Miteinander kommunizieren und sich gegenseitig austauschen zu können, ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wir kommunizieren zwar auch unbewusst, aber die Sprache stellt das Hauptmittel der menschlichen Kommunikation dar. Wir verständigen uns, indem wir Laute artikulieren, Wörter bilden und diese dann zu sinnvollen Sätzen zusammenbringen. Menschen, ob jung oder alt, die Beeinträchtigungen in den Bereichen Sprache, Sprechen, Stimme und/oder Schlucken haben, können sich schwer mitteilen und sind in der Folge häufig gesellschaftlich isoliert. Diese Isolation zu verhindern, ist das Ziel der Logopädie. Selbstverständlich gliedern sich die Ziele in weitere Bereiche, die allesamt dazu beitragen, eine den Gegebenheiten angepasste Kommunikation zu ermöglichen.

Ziele in der Therapie von Kindern und Erwachsenen

Kinder haben zum Teil andere Sprachschwierigkeiten, die einer Therapie bedürfen. Dementsprechend sehen die in der logopädischen Therapie verfolgten Ziele unterschiedlich aus. Kinder, die beispielsweise Sprachentwicklungsstörungen zeigen, werden unter anderem beim Aufbau und der Erweiterung des aktiven und passiven Wortschatzes, beim altersgerechten Aufbau von Satzmuster und Grammatik und bei der Verbesserung der Artikulation unterstützt. Dyslalien (Aussprachestörungen) können Störungen des phonetischen Bereichs sowie Störungen des phonologischen Bereichs bedeuten. Hier stehen als Therapieziele unter anderem die Förderung der Mundmotorik, die Förderung der Fähigkeit, Laute zu unterscheiden und die Verbesserung der Artikulation im Mittelpunkt. Bei auditiven Wahrnehmungsstörungen werden der Aufbau der auditiven Aufmerksamkeit und das Ausblenden von Störlärm gefördert, die Konzentration und Ausdauer wird geschult und das Erkennen von Tonhöhen und Tonlagen wird trainiert.

Bei der Therapie von Erwachsenen stehen andere Sprachschwierigkeiten und damit auch andere Therapieziele im Vordergrund. Erwachsene leiden beispielsweise nach einem Schlaganfall, bei einem Gehirntumor oder einer degenerativen Erkrankung an Aphasien (Sprachstörung). Hier steht unter anderem die Verbesserung der Kommunikation und Artikulation sowie die Erweiterung des aktiven und passiven Wortschatzes im Mittelpunkt. Bei Dysphagien (Schluckstörungen) geht es darum, die Lippen-, Zungen-, Rachen- und Kaumuskulatur zu stärken und zur Verbesserung des Bewegungsablaufs der Muskulatur und des Kauverhaltens beizutragen. Auch Redeflussstörungen werden individuell behandelt.

Je nach Beschwerdebild verfolgt die Logopädie unterschiedliche Therapieziele. Vor einer jeden Therapiesequenz steht ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem die Bestandteile dieser festgelegt und regelmäßig überprüft werden.

Pressekontakt:
Logopädische Praxis Futterknecht
Ansprechpartnerin: Sandra Futterknecht
Salzstr. 17
87616 Marktoberdorf
Tel.: 0 83 42 – 91 58 49
E-Mail: logopaedie.futterknecht@gmx.de
Homepage: www.logopaedie-marktoberdorf.com

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