Der Blick hinter die Nachrichten: DSA Worldnews

Das dsa-Extrablatt blickt hinter die Kulissen: Wir erzählen die Geschichte hinter den Nachrichten. Mal kritisch, mal satirisch – immer lesenswert.

Der Fall: Hundetrainer Michael Grewe

Geschrieben von am 20.12.2012 in Klartext | 29 Kommentare

von Michael Erlemeier und Robert Justitz

Hitzige Diskussion, Anfeindungen und Empörung: Im Blickpunkt der „Canis-Workshop“ in der Hundeschule Hundeleben von Michael Grewe aus Bad Bramstedt. Die letzten Tage brachten wieder einen sogenannten Shitstorm hervor. Das geflügelte Wort bezeichnet eine große Zahl an Empörungen in den sozialen Medien. Auslöser war ein YouTube-Video. Es zeigt eine kurze Szene aus dem Canis-Workshop in der Hundeschule Hundeleben, einer Ausbildung zum Hundetrainer. Trotz der erschreckenden Bilder sind wir um Sachlichkeit bemüht.

Protagonist ist Michael Grewe. Er ist Inhaber von Canis in Bad Bramstedt, einer von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein zertifizierten Einrichtung für die Aus- und Fortbildung in der Hundeerziehung. Die Tierärztekammer war bisher zu keinem Statement bereit. Neben der geschäftlichen Leitung von Canis arbeitet Grewe als Hundetrainer und Verhaltensberater in der Hundeschule Hundeleben in Bad Bramstedt. Er publizierte zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften, veröffentlichte zwei Bücher über die Hundeerziehung und ist, eben bei Canis, Dozent von Veranstaltungen rund um das Thema Hund. Ein renommierter – zumindest bekannter Hundetrainer. In der Sendung SternTV erlangte Grewe zweifelhaften Ruhm: Eine Hündin an der Leine des Hundetrainers Grewe reißt sich los und tötet ein Huhn. Die Vorgeschichte: Die Rottweilerhündin verletzte ein Kleinkind lebensgefährlich. Herr Grewe, in seiner Eigenschaft als Sachverständiger, bescheinigte keine akute Gefahr mehr durch den Hund.

Seit gestern erregt eine Videosequenz aus einer Trainingseinheit Grewes die Gemüter tausender Menschen. Die Sequenz zeigt, wie ein vermutlich angehender Hundetrainer oder ein Assistent unter Grewes Anleitung einem Schäferhund mit einem Napf mit voller Wucht ins Gesicht schlägt. Dienen sollte es anscheinend der Therapie eines angeblich aggressiven Schäferhundes. Emotionslos betrachtet wirft dieses Vorgehen einige Fragen auf. Lässt man Emotionen zu, ist diese Form der Hundeerziehung das Wort ‚Erziehung’ nicht wert. Hier werden dem Tier bewusst Schmerzen zugeführt. Auf Anfrage teilte uns der Deutsche Tierschutzbund mit: „Aus Tierschutzsicht ist es völlig inakzeptabel einen Hund mit im Video gezeigten Methoden erziehen zu wollen, indem ihm nicht nur Schmerzen zugefügt werden, sondern er auch unter Stress und Angst gesetzt wird. Eine solche Vorgehensweise fördert die Unsicherheit des Hundes und nimmt ihm nicht eine potentielle Gefährlichkeit.“

Deutliche und klare Worte seitens des Deutschen Tierschutzbundes

Einer seriösen Berichterstattung geschuldet, haben wir schriftlich Kontakt zu Herrn Grewe aufgenommen, um ihm die Möglichkeit zu geben, Stellung zu nehmen. Er ließ uns seine Stellungnahme zukommen, die er kurze Zeit später auch auf seiner Facebook-Fanpage sowie seiner Internetseite veröffentlichte. In dieser Stellungnahme versuchte er die Gewaltanwendung als geeignetes Therapiemittel zu rechtfertigen.

Folglich: Empörung, Unverständnis und Ablehnung von Gewalt in der Hundeerziehung bestimmten die Kommentare von tausenden Lesern. Seine Stellungnahme hinterließ mehr Fragen als Antworten. Grewe zeigte keinerlei Einsicht, sondern versuchte sein scheinbar gängiges Ausbildungskonzept zu rechtfertigen. Dies konnten wir so nicht stehen lassen und baten Grewe erneut uns detaillierte Antworten hinsichtlich seiner Vorgehensweise zu liefern.

Folgende Fragen blieben bis Redaktionsschluss seitens Grewe unbeantwortet:

  • Wenn Sie den Hund “öffnen” wollen, warum tun Sie das mit einem Futternapf?
  • Würden Sie die Körpersprache des Hundes vor und nach dem Schlag bitte erläutern?
  • Können Sie mir bitte detailliert das Ziel dieser Methode beschreiben?
  • Hiermit meine ich nicht die Resozialisierung allgemein, sondern was soll bei dem Hund ausgelöst werden?
  • Sie bieten laut Ihrer Homepage Kurse zum zertifizierten Hundetrainer an, welche Rolle spielt die körperliche Einwirkung auf den Hund in dieser Ausbildung?

Keine Verantwortung und keine Einsicht

In seiner Rolle als Sachverständiger, bestellter Gutachter der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und Betreiber einer Hundetrainer-Ausbildungseinrichtung muss man eine fundierte Begründung seiner Methoden erwarten dürfen. Diese scheint Grewe nicht mehr liefern zu wollen oder zu können. Eine Einsicht geschweige denn eine Entschuldigung für sein Vorgehen bleibt weiterhin aus. Auch scheut er die Diskussion mit Sachkundigen seiner Zunft. Vielleicht spricht ein Zitat Grewes aus der Bild-Zeitung für sich: „Einen Hund mit sprichwörtlich dickem Fell interessiert ein Klaps als Strafe nicht.“ Interessant hierbei, ist der Artikel acht seiner Richtlinien für den artgemäßen Umgang mit dem Hund von Canis: „Der Hund hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ Der aufmerksame Leser erkennt einen Widerspruch zwischen Wort und Tat.

Die Tierärztekammer Schleswig-Holstein hat gemeinsam mit Grewe die Fortbildung zum Hundetrainer bei Canis entwickelt und steht somit für das vergebene Zertifikat ein. Vor der Kammer rechtfertigte sich Grewe bereits. Die Kammer selber bleibt, selbst auf Anfrage, einer Stellungnahme bisher schuldig. Die Frage bleibt: Welche rechtliche Konsequenzen werden Grewe ereilen? Entsprechende Anzeigen sind bereits bei den zuständigen Behörden eingegangen. Der Deutsche Tierschutzbund hat sich an das Veterinäramt gewandt und dieses aufgefordert die Ausbildungsmethoden der Hundeschule Hundeleben zu überprüfen.

Der Fall bleibt weiterhin interessant: Ob und wie werden die zuständigen Behörden auf den Fall Grewe reagieren? Wir werden den Fall weiterhin verfolgen und sind über jeden Hinweis über die weitere Entwicklung sehr dankbar.

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29 Kommentare


  • Von: Rene Bonatti
    am 15.04.2014 um 16:19 Uhr

    Gewalt ist bei Hunden kaum notwendig. Mein mobiler Hundetrainer verneint Gewalt gegen Hunde ausdrücklich. Mit Nahrungtricks ist einem Hund der gehorsam viel schneller angelernt. http://www.mobiler-hundecoach.ch. Dabei muss der Trainer einfach ein Gefühl für den jeweiligen Hund entwickeln. Diese Tiere sind ja so einzigartig wie wir Menschen.

  • Von: Renate
    am 14.04.2013 um 20:20 Uhr

    Weiß jemand was Neues oder den aktuellen Stand der Dinge?
    Kann doch nicht sein, dass das einfach so in Vergessenheit gerät!!!

    • Von: Lilo
      am 13.03.2014 um 12:08 Uhr

      Jep, mich würde das auch mal interessieren, wäre schön wenn man das ganze mal richtig überprüfen würde und diejenigen die dafür Verantwortlich sind zur Rechenschaft gezogen werden!!!

      Fadenscheinige Ausreden und trotzdem dürfen betreffende Personen noch weiter Hand an Lebewesen legen, traurig sowas!!!

      • Von: Barbara Breuer
        am 25.03.2014 um 22:33 Uhr

        Wir waren selber gerade mit unserem Hund , bei “Hundeleben” und haben zwei Kurse dort gemacht.

        Wir waren sehr zufrieden, die Erziehung,
        mit liebevoller Konsequenz fanden wir sehr gut, unser Hund und auch ich haben viel gelernt, was wir gut, in unseren Alltag einsetzen können.

        Ich persönlich würde diese Hundeschule jederzeit weiter empfehlen,
        sie ist kompetent und hat sich je nach Hunde-Typ und Herrechen
        sehr gut verhalten.

        Denn Hundeschule heißt auch… Herrchen muss was lernen!

        Leider verfallen Menschen , in der heutigen Zeit , besonders durch die aktiven Medien, sehr schnell dazu, IHRE Wahrheit im Netz zu verbreiten…oder nur eine Meinung zu kopieren, die gerade in das eigene Muster passt.

        … hier wird um offene Diskussion gebeten…
        ….das ist mein persönlicher Beitrag dazu… aus meiner persönlichen Erfahrung mit der Hundeschule von Herrn Grewe in Bad Bramstedt.

  • Von: juergen mueller
    am 11.02.2013 um 18:22 Uhr

    Grewe ist nach wie vor aktiv, wie z.B.im DOGS-Magazin. Zuerst hieß es, dass die Zusammenarbeit ruhe, in der nächsten und übernächsten Ausgabe jedoch war er wieder präsent.
    Die ganze Geschichte wird einfach ausgesessen und das war`s dann. Ist immer dasselbe.
    Betreffend die (auch von mir) erfolgten Strafanzeigen/Anträge gegen GREWE und FASS – hier ist auch mit einer Einstellung zu rechnen.
    Von DOGS, der Tierärztekammer Hamburg, Grewe und Fass kam überhaupt keine Stellungnahme – Grewe ist nach wie vor “dick” im Geschäft. Auf eine Veröffentlichung des kompletten Videos kann man warten bis zum Nimmerleinstag. Das neue Buch von Grewe wurde bereits von Feddersen-Petersen hochgelobt (höher geht es nicht). Eine Krähe hackt der anderen halt kein Auge aus.
    Es ist immer dasselbe – sobald sich der erste Sturm gelegt hat, geht jeder wieder zur Tagesordnung über und wartet auf den nächsten Anlass zum Aufregen. Jeder ist sich selbst wieder der Nächste.
    Ich werde meine Recherche bezgl. Grewe und Fass weiterführen und auf meiner Home-Page http://www.npage.de – hundeherz veröffentlichen.

    • Von: Robert Justitz
      am 12.02.2013 um 15:17 Uhr

      Man sollte aber nocht das Gedächtnis von Google vergessen :-)

  • Von: Roman Huber
    am 09.02.2013 um 19:41 Uhr

    Dieser Tage soll offenbar das Grewe-Video vom Netz genommen werden. Was haben wir gelernt? Wir wissen nun, mit welcher Verlogenheit sogenannte Hundetrainer “von Rang und Namen” à la Grewe ihr Geld durch Bücher und Seminare verdienen, angeblich gewaltfrei, aber ebenso ohne fundiertes Wissen und mit mangelhaften ethologischen Kenntnissen. Auf unsere Website habe ich folgenden Satz geschrieben: Behandeln wir doch unsern Hund so, wie wir an seiner Stelle gerne behandelt würden! In diesem bzw. umgekehrten Sinne hoffe ich, dass sich jemand findet, der allen an diesem Video beteiligten Menschen noch den Fressnapf tüchtig um den Kopf knallt.

    • Von: juergen mueller
      am 11.02.2013 um 18:58 Uhr

      Das Video kann ruhig vom Netz genommen werden. Jeder, der es haben möchte, kann es von mir haben.
      Das Erschreckende an der ganzen Sache ist, dass sich tagelang aufgeregt und geäussert wird mit dem immer wiederkehrenden Ergebnis, das war`s dann aber auch, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.
      Und es wird wieder auf etwas Neues gewartet, worüber man sich dann aufregen kann.
      Wer Interesse hat, schaut einmal in die Home-Page von Grewe/Fass und wird feststellen, wenn man denn weiter recherchiert,dass die angebotenen Seminare/Workshops weiterhin gut besucht werden und auch Grewe weiterhin durch die Republik tourt – gut bezahlt.
      Verinnerlichen müsste sich jeder “Aufreger”, dass das im Video Aufgezeigte k e i n e Eintagsfliege, sondern auch weiterhin praktizierter Alltag, wenn auch nie wieder gefilmt, ist.
      Grewe praktiziert das nicht alleine.
      Wer das Geschäft mit HUND einmal durchleuchtet, wird feststellen, dass hier kein hochsensibles und hochsozialisiertes Lebewesen seine Berechtigung findet, sondern es sich um reine Zweckausbeutung handelt.
      Es wird immer Menschen wie Grewe/Fass/Rütter/Lübbe-Scheuermann/Feddersen-Petersen u.v.m. geben, denen es nur um den Profit geht.
      Oder – wer es noch nicht weiß – jetzt ist wieder Welpenzeit und die (Über)Züchter freuen sich.
      Auch das ist ein Riesen-Geschäft – mit Leben.
      Aber – wer nichts tut, der erreicht auch nichts.
      Das ist zeitintensiv – erfordert Geduld und Nerven und kostet Geld.
      Ich für mein Teil, wie in den letzten 5 Jahren ebenso, werde weiterhin recherchieren, nicht nur was Grewe/Fass betrifft, und dies zum Teil in meiner Home-Page http://www.npage.de Hundeherz veröffentlichen.

      • Von: Robert Justitz
        am 12.02.2013 um 15:13 Uhr

        Auch wir bleiben dran!

        Gruß Robert Justitz

      • Von: Sven Sandau
        am 20.03.2013 um 20:04 Uhr

        Hallo Herr Mueller,sie schreiben in Ihrem Kommentar,das man das Video von Ihnen zur Ansicht bekommen kann.Ich wäre an dieser Möglichkeit interessier,da ich mich selbst gerade in einer Ausbildung zum Trainer für Mensch und Hund befinde. MfG Sven Sandau

  • Von: Tom
    am 01.01.2013 um 14:21 Uhr

    Die Causa Grewe und Fass zeigt für mich mal wieder wie eindeutig unterschätzt die Macht von Netzwerken und dem Medium Internet ist. Es sind keine großen Verlage die Unternehmer in den Blickpunkt rücken. Es sind Netzwerke die durch Multiplikation mit wenigen Klicks zigtausende erreichen. Dies kann im Marketing positiv genutzt werden, aber es kann wie in diesem Fall auch negativ zurück kommen.
    Mich persönlich würde es interessieren ob der Hund eigentlich noch lebt und wie die Besitzerin damit nun klar kommt. Schließlich gab es mindestens vier Beteiligte in dieser Szene – Grewe, Fass, Hundebesitzerin und den Kameramann/ -frau.
    Die Frage nach dem Hund kommt mir etwas zu kurz.

    Tom

  • Von: Tina
    am 22.12.2012 um 07:03 Uhr

    Angesichts des Shitstorms im Internet möchte ich gerne auf folgenden Kommentar verweisen, es ist mit Abstand das beste, fundierteste und sachlichste, das ich zu dem Thema gelesen habe:

    http://blog.hundeschule-ab.de/?p=1308

  • Von: DMS
    am 21.12.2012 um 22:55 Uhr

    Hallo Robert,

    schön, mal was Sachliches zu lesen.
    Irgendwie fühle ich mich erinnert an viele “Shitstorms” der letzten Zeit erinnert: ob Guttenberg, Wulff oder jetzt Grewe – immer finden sich “Kritiker”, die zum Teil auch deutlich über das Ziel hinausschießen und sich teilweise strafrechtlich relevant äußern, während die “Fans” zusammenrücken und den “Kritikern” vorwerfen, eine Hexenjagd/Hetzjagd zu betreiben, während der “Täter” schweigt bzw. nur das häppchenweise zugibt, was eh bewiesen ist. Den “Fans” ist vollkommenklar, dass es keinen Besseren für die jeweilige Tätigkeit gibt, die “Kritiker” wünschen Rücktritt und/oder Sanktionen. Erstaunliche Paralellen.

    Zum “Fall” Grewe: Dein Blog scheint wichtig genug zu sein, eine Stellungnahme zu bekommen :-) Ich habe bis heute keine auf meine Nachfrage. Ob die jetzt so wahnsinnig geschickt war und ich damit zufrieden gewesen wäre, bedreifele ich einfach mal. Es bleiben halt diverse Fragen offen – nicht für CANIS-Anhänger, aber für Leute, die solche Trainingmethoden auch bei Problemhunden nicht kennengelernt haben. Seit ich von Frank Fass lesen musste, der “gefährliche Beisser” sei mit dieser Methode in 24 Stunden therapiert worden, glaube ich den Herren eh eher weniger. Ich bin kein Profi, nur Züchter im Deutschen Retriever Club, aber für MICH zeigt dieser Hund auf dem Video deutlich Furcht. Dass da bei einem Schlag mit dem Blechnapf durch den völlig unsicher wirkenden Fass erfolgreich eingewirkt werden kann, glaube ich nicht. Und wenn, dann spurt dieser Hund aus Angst. Ob das nachhaltig war, ist eine der Fragen, auf die ich gerne die Antwort wüsste. Vielleicht ist der Hund in dem Video längst eingeschläfert…ein ganz entfernter Bekannter hatte 2 solche Beisser in seiner Obhut. Wenig spassgeneigt und zeitaufwändig, hörte man dem. Einer lebt noch in seinem Rudel, der andere hat sich in einen Kinderwagen verbissen und wurde euthanasiert. Abschliessend kommt es mir so vor, als wäre Herr Grewe zuvörderst um seinen Ruf bemüht (lese ich auch zwischen den Zeilen in seiner Stellungnahme) und würde durch diese Geschichte wirtschaftliche Nachteile fürchten – die ich ihm allerdings mittlerweile von Herzen gönne.

  • Von: mm
    am 21.12.2012 um 20:57 Uhr

    ROBERT-DEINE ANTWORT WÜRDE ICH MIT “GEFÄLLT MIR” ANKLICKEN. WAS GIBT ES DOCH FÜR UNVERSCHÄMTE, ORDNINÄRE MENSCHEN, WIE MR. DOG.

  • Von: Lars Lorenzen
    am 21.12.2012 um 12:50 Uhr

    Hamburg, 21.12.2012

    Nur so ein Gedankengang zur Faktenlage:

    Dieses Video wurde 2009 von jemandem gedreht, der auch aus dieser Gruppe kommt. Es war kein Video aus einer Reportage. Eine Frage, die mich die Tage beschäftigt dreht sich um den Ersteller dieses Videos. Warum hat dieser nicht sofort eingegriffen, wenn es doch eine Straftat beinhalten soll? Warum wurde nicht sofort Anzeige erstattet? Warum wurde das Video fast 3 Jahre unbeachtet gelassen? Warum wurde es jetzt veröffentlicht?

    Es lässt einigen Spielraum für Interpretationen offen. Geht es dem Ersteller um das Tier, die vermeintliche Qual? Kann es nicht sein das hier jemand einen perfiden Plan verfolgt und diese Menschen bewusst schädigen will? Hierzu werden sich die vermeintlichen Tierschützer zu nutze gemacht, aufgestachelt um so das “Projekt” voranzubringen?

    Den Inhalt dieses Videos kann ich menschlich beurteilen. Ich bin erschrocken. Fachlich kann ich mich dazu nicht äußern, da ich weder dazu qualifiziert bin noch alle Fakten kenne! Die meisten hier auch nicht!

    Was ich sehe sind tausende von Hundebesitzern in Aufruhr. Diese reicht vom Ausdruck der Empörung über Wut bis hin zu handfesten Drohungen gegen das Leib und Leben der auf dem Video handelnden Personen und deren Einrichtungen.

    Sich über etwas beschweren, seine Meinung äußern wäre eine normale Reaktion. Woher kommt der geballte Haß, die Aggressivität?

    Das ist meine persönliche Sicht der Dinge. Jeder muss für sich selber einschätzen wie er /sie die Fakten bewertet. Wie auch die Fragen zu diesem Video und dem der sie ins Netz gestellt hat!

  • Von: Claudia Jungbluth
    am 21.12.2012 um 11:19 Uhr

    Zu dem Videoausschnitt ist eigentlich alles schon gesagt worden.
    Was mir aufstösst ist die Tatsache, das es immer wieder Argumente a la “aus dem Zusammenhang gerissen” “der Trainer hatte keine Alternative, da eine Einschläferung drohte” gibt, die diese Vorgehensweise rechtfertigen sollen.
    Das Herr Grewe sich auf seiner HP und in seinen Büchern als gewaltfrei praktizierend darstellt und dieses Video sozusagen eine Ausnahme zeigt, finde ich schon sehr krass, wenn man sich mal dieses PDF Dokument (http://www.molosserforum.de/redirect-to/?redirect=http%3A%2F%2Fwww.forsthaus-metzelthin.de%2Fpdf%2Fgrewe-1.pdf) zu Gemüte führt (welches im übrigen gelöscht wurde auf seiner Facebook Seite bzw. der Link dazu) und einige Aussagen von HH die bei CANIS Hilfe suchten betrachtet.
    Ich für meinen Teil kann nur hoffen das diesem Mann die Zulassung als Sachverständigen entzogen wird und er somit seine Erziehungsmethoden nicht auch noch weitergeben kann.

    • Von: petra
      am 30.12.2012 um 20:00 Uhr

      unglaublich dachte ich bin im falschen film beim lesen dieses artikels.den müßte man mehr puplik machen.durch solche behandlungen werden unsere hunde gestörte wesen und für den rest ihres lebens traumatisiert und wollen mit sicherheit nichts mehr von irgendwelchen menschen wissen.wie der arme schäferhund,seine körpersprache sagte angst.hätte gute lust diesen grewe mit seinen methoden zu erziehen.

  • Von: Cathrin Laurenz
    am 21.12.2012 um 10:14 Uhr

    Stellungnahme von CAT4DOGS Hundeerziehung zum Videoausschnitt vom Canis-Workshop unter Leitung von Michael Grewe:

    Ich wurde von mehreren Seiten um eine Stellungnahme zu dem auf YouTube veröffentlichten Video gebeten, die ich auch gerne hier einstelle. Viele Hundetrainer und Hundeverhaltenstherapeuten sind genauso erschüttert. An dieser Stelle meinen Dank an die Redaktion für den sachlichen Bericht über diesen Fall.

    Es ist definitiv ein massiver Verstoß gegen das Tierschutzgesetz einen Hund so zu mißhandeln. Es gibt keinerlei Rechtfertigung für solche Methoden. Die Stellungnahme von Herrn Grewe habe ich gelesen.

    Der Schäferhund im Video zeigt eine eindeutige Angst-Aggression und wird durch den Helfer mit dem Futternapf in ein massives Meideverhalten gezwungen. Die Halterin des Hundes steht unbeteiligt daneben. Alles was der Hund aus dieser Situation mitnimmt ist die verstärkte Angst und ein noch größeres Mißtrauen in die Führungsqualität der Halterin. Das Symptom ist vielleicht kurzzeitig “beseitigt” worden, wird in der entsprechenden Situation aber mit ungleich stärkerer Intension vom Hund wieder gezeigt werden. Die gezeigte Methode ist neben dem Aspekt der Tierquälerei auch noch grob fahrlässig und brandgefährlich!

    Ein angst-aggressiver Hund braucht das Vertrauen in den Hundehalter und dessen Fähigkeiten. Der einzige Weg um solch einem Hund zu helfen, ist ihm die Grundlage seiner Angst zu entziehen. Die Hundehalterin muss lernen, wie sie ihrem Hund Sicherheit und Führung bieten kann, um ihn durch solche Situationen zu führen. Der Hund muss lernen dürfen, das er nicht beissen muss, das die Halterin bedrohliche Situationen meistern kann.

    Vertrauen kann man nicht erzwingen, Vertrauen muss man sich verdienen!

    Alles in Allem bin ich schockiert, erschüttert und wütend! Viel mehr möchte ich dazu auch nicht schreiben.

    Autor: Cathrin Laurenz (CAT4DOGS Hundeerziehung)

  • Von: Christian Berge
    am 20.12.2012 um 23:28 Uhr

    Der “Schüsselschläger” ist nicht irgendein “Canis-Student” sondern es handelt sich dabei um Frank Fass, der im Frühsommer 2010 das http://www.wolfcenter.de aufgemacht hat! Er bewirbt und unterstützt Michael Grewe sehr stark, indem dieser in der Ausstellung mit Themen hängt, Seminare dort gibt usw.
    Der Fall Grewe ist auch ein Fall Fass. Zumal dieser für sich in Anspruch nimmt über Wölfe aufzuklären und immerhin die Jägerschaft Niedersachsen hinter sich weiß – er ist auch Jäger und Falkner wir sind ja im Land der Scheine in Deutschland … -.

  • Von: Mr. Dog
    am 20.12.2012 um 23:13 Uhr

    Warum sollte sich Grewe gegenüber einen Blogger bezüglich seiner Arbeit rechtfertigen und erklären? Was geht Dich Pseudojournalist das an? Fragt Grewe Dich, in welcher Stellung Du Deine Freundin fickst?

    Grewe ist dieser Seite rein gar nichts schuldig, viel mehr leidet ihr wohl an vollkommenen Größenwahn! Das ist hier nicht mal ein nennenswerter Blog. Meine Fresse!

    • Von: Robert Justitz
      am 21.12.2012 um 00:41 Uhr

      Hallo Mr Dog,

      vielen Dank für Ihren doch sehr aussagekräftigen Beitrag!
      Natürlich muss sich Herr Grewe hier nicht äußern, der Fairness halber haben wir es ihm angeboten.

      Was ein vermutetes Interesse an meinem Liebesleben betrifft, so kann ich zumindest schon mal verraten, dass ich meiner Frau dabei keinen Futternapf vor dem Kopf schlage :-)

      Was die Relevanz dieses Blogs angeht, so haben Sie ihn (bezeichnender weise anonym) durch Ihren Kommentar tatsächlich ein klein wenig abgewertet!

      • Von: Andrea
        am 21.12.2012 um 12:03 Uhr

        Entschuldige, aber zu dieser Antwort von Dir kann ich nur schreiben: Gefällt mir!!!!

  • Von: torsten kaschel
    am 20.12.2012 um 22:31 Uhr

    Ich sehe ganz klar das hier einer seine Arbeit mit der Hundeerziehung nicht richtig beherscht

  • Von: wolfgang
    am 20.12.2012 um 21:37 Uhr

    Der Herr grewe sollte sich mal seine eigene homepage anschauen z.b. unter Informationen – rechte eines Hundes – Artikel 6
    Hier der link dahin
    http://www.canis-kynos.de/informationen-die-rechte-des-hundes.html

    Danach muss er sich von diesen Erziehungsmethoden verabschieden

    Und die Hunde haben vielleicht eine Chance auf ein artgerechte leben

    Gruß
    Wolfgang

    • Von: Robert Justitz
      am 20.12.2012 um 21:53 Uhr

      Ich vermute, Sie meinen den Artikel 8 ?

      • Von: wolfgang
        am 21.12.2012 um 15:22 Uhr

        Stimmt ich habe mich vertippt

        Artikel8
        Bei dem link

        • Von: Hans
          am 24.12.2012 um 13:46 Uhr

          Hm, ich habe diese Artikel auch gelesen, bis zum Schluß,
          auch die Verfasser dieser Rechte, aber ein Name fehlt….

          Gruß

          Hans

          • Von: Robert Justitz
            am 25.12.2012 um 01:32 Uhr

            Welchen Artikel meinen Sie?
            Der Artikel auf dieser Seite wurde durch Herrn Erlemeier und mich verfasst.
            Steht auch so in der Kopfzeile

            Beste Grüße

            Robert Justitz

    • Von: ingrid
      am 04.02.2013 um 19:09 Uhr

      Aber Grewe gibt ja jetzt was über Hunderassen zum Besten. Gegen Rasselisten war er nicht direkt aktiv. Er lebt ja zum Teil davon.
      Jetzt klärt er in Vorträgen alle auf, “Wo es stinkt”. Vielleicht muß er dann, damit er nicht merkt, wo wirklich was faul ist.

      Wenn nichts faul wäre, dann hätte er schon längst, wie von ihm selbst angekündigt, den restlichen Teil des Blechnapf-Videos ins Netz gestellt, um die Vorwürfe gegen ihn und seine Methoden zu entkräften. Mit dem Hund hat er kein Mitleid. Mit sich selbst schon.

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