Der Blick hinter die Nachrichten: DSA Worldnews

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Deutsche Stadtauskunft im Hochseilgarten: persönliche Eindrücke

Geschrieben von am 19.03.2011 in Klartext | Keine Kommentare

Düsseldorf, 14.Mai 2011, 09:00 Uhr, ein sonniger Morgen:
Wir, die Technik- und Designabteilung der Deutsche Stadtauskunft Marketing AG versammeln uns auf einem bewaldeten Parkplatz am Unterbacher See.

Als Tagesziel wurde Teamtraining im Hochseilgarten Düsseldorf ausgegeben. Zwei Männer nähern sich, blicken lächelnd in die Runde, stellen sich schließlich als die verantwortlichen Trainer vor. Es kann losgehen.

09:10 Uhr:
Nach einigen einleitenden Worten versammeln wir uns im Kreis. Ein Seil wird herumgereicht, man fordert uns auf, die Augen zu schließen und geschlossen zu halten. Was soll das?
Die Antwort folgt schnell: Zwei Arbeitskollegen werden uns Blinde zu einem unbekannten Ziel führen. Ohne Sicht laufen wir mit einer Hand am Seil nach ihren Anweisungen daher. Wechselnder Untergrund, die Schritte unserer Kollegen vor und hinter uns: Es scheint eine Ewigkeit zu dauern, bis wir wieder einen Kreis bilden sollen. Niemand ist gestolpert oder gefallen.

09:20 Uhr:
Wir dürfen die Augen öffnen. Nicht weit entfernt sehen wir den Hochseilgarten mit seinen hohen Stämmen. Soeben haben wir eines der Kernthemen des Tages kennengelernt: Vertrauen.

09:45 Uhr:
Einige Koordinationsübungen und einen weiteren, diesmal weniger besorgten, Blindgang später, öffnen wir im Hochseilpark ein zweites Mal die Augen. Er wirkt viel höher als aus der Ferne. Ein Blick in erwartungsfrohe und besorgte Gesichter deutet an, dass wir heute wirklich unsere Grenzen kennenlernen. Wohl kaum jemand, der sich nicht fragt: „Da soll ich hoch?“

10:30 Uhr:
Sicherheitsgeschirr und Helm angelegt, stehen wir unter den Baumstämmen des Hochseilgartens. Es geht los.

Im Niederseilpark erfahren wir, wie man sich mithilfe zweier Teammitglieder auf Seilen bewegt, ohne den Boden zu berühren. Danach haben wir die Aufgabe, einen Kollegen in circa acht Meter Höhe sicher über mehrere, an jeweils einem Drahtseil hängende, Holzplattform zu bringen. Hier läuft nichts mehr ohne Teamwork. Der Kletterer muss gesichert, die Plattformen stabil gehalten und herangeführt werden. Über Höhenangst reden wir nicht mehr, wir erleben sie.

Und noch etwas lernen wir: Durch vertrauensvolle Zusammenarbeit sind wir in der Lage, unsere individuelle Grenzen zu überschreiten und übergeordnete Ziele zu erreichen. Ermutigung statt Spott, Teamwork statt Eigeninteresse, so vergeht die erste Hälfte des Hochseilgartens.

13:00 Uhr:
Mittlerweile haben beide Gruppen den ersten Teil des Hochseilgartens durchlaufen. Zur Mittagszeit sind Spaß, Aufregung und Adrenalin angesagt. Eine Seilschaukel in bis zu elf Meter Höhe bringt uns im wahrsten Sinne des Wortes „in Schwung“ – mit bis zu 75km/h! Aufregender als jede Achterbahn und auch hier wieder jede Menge Zusammenarbeit, denn wir ziehen unsere Teammitglieder per Hand an der Schaukel hoch, bejubeln ihren tollkühnen Wagemut, ihre Schreckens- und Freudenschreie.

14:00 Uhr:
Es wird ernst. Gesichert von unseren Teamkameraden, erklimmen wir alleine einen acht Meter hohen Pfahl, dessen Ende etwa den Durchmesser einer mittelgroßen Pizza hat. Wir sollen uns, ohne Halteseile, ohne fremde Hilfe, auf diese Fläche stellen, einmal um uns selbst drehen und einen Schritt in die Tiefe wagen, bei dem wir von unserem Team sicher abgeseilt werden.

Viel leichter gesagt als getan. Die Füße scheinen angeklebt an die letzte, sichere Stufe, ein einzelner Schritt war nie so schwer. Eine Ewigkeit zwischen Himmel und Erde, den eigenen Herzschlag und die ermutigenden Zurufe des Teams in den Ohren, verharren wir einen Moment und erleben unser Limit.

Und dennoch: Durch Angst, über eigene Grenzen hinweg, stehen wir irgendwann oben, schließlich sanft herabgelassen vom Bodenteam. Vertrauen und Kooperation helfen uns, Grenzen zu erweitern, zu tun, was uns Minuten vorher unmöglich erschien.

15:00 Uhr:
Nachdem wir uns selbst kennen und meistern lernten, geht es in Zweierteams in luftiger Höhe durch den Selbstsicherungsparkour. Gegenseitig aufeinander Acht gebend, springen wir über Abgründe, kletterten durch Seilschlaufen, auf Drahtseilen oder Balken herum und erleben einmal mehr die Bedeutung eines verlässlichen Teampartners in unserem Rücken.

17:00 Uhr:
Ein langer, ereignisreicher Tag im Hochseilgarten neigt sich seinem Ende zu. Mit fester Erde unter den Füßen verstehen wir unsere Kollegen, uns selbst und die Bedeutung von Teamwork ein gutes Stück besser.

Oberhausen, Deutsche Stadtauskunft Marketing AG, 14.Mai 2011, 18:30 Uhr, ein sonniger, kühler Abend:
Bei einem gemütlichen Grillabend lassen wir den Tag noch einmal Revue passieren und ausklingen, Anstrengung, Erleichterung und Teamgeist ins Gesicht geschrieben.

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