Der Blick hinter die Nachrichten: DSA Worldnews

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Kapitel 5: Rückblick und Ausblick

Geschrieben von am 21.11.2012 in Eurokrise, Kapitel | Keine Kommentare

© Gerd Altmann/ pixelio.de

Seit fast drei Jahren bestimmt die europäische Schuldenkrise die politische Agenda: Ständig präsent und aus den täglichen Nachrichten nicht mehr wegzudenken. In unserem Themenspezial haben wir wichtige Fakten beleuchtet und versucht, die Krise zu verstehen. Es folgt ein Resümee.

Berichtet wird über die ‚Euro-Krise’ seit Oktober 2009. Griechenland war plötzlich pleite und brauchte Geld. Der internationale Finanzmarkt verwehrte den Griechen das übliche Spiel der Geldanleihe – zu schlecht war die griechische Kreditwürdigkeit. Es mussten Geldgeber gefunden werden und die EU stand parat. Der Grund hierfür: die Währungsunion.

Die Finanzhilfen für Griechenland waren und sind keine Nächstenliebe, sondern wirtschaftliches und politisches Kalkül. Zu groß ist die Sorge vor einem unberechenbaren Dominoeffekt: Ließe man Griechenland aus der Währungsunion austreten, was ökonomisch zu verkraften wäre, könnten weitere Länder folgen. Die Prognose für dieses Szenario lautet Weltwirtschaftskrise und politische Instabilität. Daher gilt die Marschrichtung: gemeinsam durch die Krise. Wie das geschehen soll, ist weiterhin unklar.

Wenn jeder spart…

… wird die Wirtschaft nicht wachsen. Das Problem ist altbekannt. Der europäische Fiskalpakt ist verabschiedet und kommt längst überfällig daher. Nur hat Sparen Konsequenzen – eine davon ist die Bremswirkung auf die Konjunktur. Gerade das Auslandsgeschäft wird stagnieren, es wird zwangsläufig weniger produziert und die Zahl der Beschäftigten wird sinken. Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bleibe die deutsche Binnenwirtschaft jedoch stabil.

Es wird die Aufgabe der Politik bleiben, einen Weg zwischen Haushaltskonsolidierung und Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Erste Anfänge sind bereits unternommen, doch die europäische Schuldenkrise ist genauso komplex, wie die handelnden Politiker hilflos sind. Fakt ist: Die europäische Schuldenkrise ist längst nicht überwunden und wird uns weiter begleiten. Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle bleiben: Die USA blicken auf einen Schuldenstand von mehr als 16 Billionen US-Dollar.

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