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Kapitel 4: Medizinverfahren Teil 2

Geschrieben von am 10.11.2012 in Kapitel, Medizin versus Logik | Keine Kommentare

© Sabine Weiße / pixelio.de

Nach 50 Jahren Epidurale Injektionen zeigt sich: Sie sind nutzlos. Die epidurale Injektion mit Corticosteroiden ist bei Patienten mit Ischiasschmerzen eine medizinische Standardmethode. Obwohl diese Behandlung den Patienten in den letzten Jahrzehnten routinemäßig verabreicht wurde, haben Wissenschaftler erst jetzt herausgefunden, dass diese Maßnahme nutzlos ist.

Die epidurale Injektion brachte dem Patienten keine Erleichterung bei seinen alltäglichen Aufgaben. Auch hinsichtlich des Bedarfs eines operativen Eingriffs oder Langzeitschmerzen erzielte sie keine Wirkung. [Journal of the American Medical Association, JAMA 2007; 297: 1757 - 1758)]

Zur Person
Wolfgang Scholz ist Heilpraktiker und führt seit 1998 erfolgreich seine eigene Praxis in München


Kommentar:

Geht ja recht schnell, einen medizinischen Goldstandart zu überprüfen – nur 50 Jahre. Ich frage mich: Wie kann es mit einem Mittel zur Regeneration kommen, welches Regeneration bremst?

EKG

Die erste bedeutende Studie (´94) über das Verfahren entdeckte, dass die Echokardiographie in einem von 210 Fällen lebensbedrohlich sein kann und eine Spezialbehandlung oder einen Krankenhausaufenthalt erfordert. Zwei der 3.000 Menschen in dieser Studie hatten einen Herzinfarkt, nachdem das Verfahren abgeschlossen war. Sinnvoll ist das EKG für die Feststellung der gegenwärtigen Herzaktion und eines Stummen Infarktes.

Angiogaphie

Es stellte sich heraus, dass nur vier Prozent der Patienten, denen empfohlen wurde eine Angiographie zu machen, auch wirklich eine brauchten. Zwei Drittel angiographische Untersuchungen unterliegen Fehlinterpretationen und sind falsch (JAMA). Bei dieser Studie wurden die Pathologieberichte verstorbener Patienten mit vorausgegangenen Angiographien verglichen.

Röntgen

Die Röntgenuntersuchung kann nur sehr selten die Zelle beschädigen und sie zu einer Krebszelle ausarten lassen. Wie das genau funktioniert, wissen wir nicht. Man geht davon aus, da eine Zelle aus 75 Prozent Wasser besteht, dass die Strahlung vom Wasser aufgefangen wird und freie Radikale bildet, von denen man weiß, dass sie krebserregend sind.

Im Jahr 1991 überprüfte das britische National Academy of Science seine übliche Annahme: Röntgenstrahlen seien für ein Prozent aller Leucämien und ein bis zwei Prozent aller anderen Krebse verantwortlich. Sie kamen zum Schluss, dass das wirkliche Risiko bis zu viermal höher sein könnte. Im selben Jahr kam die International Commission on Radiological Protection zu dem gleichen Ergebnis. Trotzdem wird immer noch das eine Prozent Risiko bei einer “Aufklärung” propagiert. Wenn Sie sich einem CT unterziehen, ist Ihre Dosis noch wesentlich größer. Abgesehen davon, dass die CT-Untersuchung Megadosen an Strahlung verteilt, ist schon lange bekannt, dass sie – wie übrigens alle Röntgenaufnahmen – grauen Star und andere Linsenlichtundurchlässigkeiten wie die nukleare Sclerose verursachen und die Schilddrüsenfunktion beeinflussen können.

Standardoperation

Auch die Chirurgie ist wenig wissenschaftlich. “Viele der chirurgischen Eingriffe sind sehr kurzlebig. Zuerst werden sie in einem Sturm der Begeisterung gelobt, gibt es dann aber Beweise, dass diese Verfahren nicht funktionieren, werden sie schnell wieder zu Gunsten einer neuen Technik verworfen. Statt zu helfen, verschlechtert die Operation die Lebensqualität,” sagen Mediziner vom Klinikum Großhadern der Universität München: “Derzeit sind für weniger als 15 Prozent aller Fragen in der Chirurgie Daten aus randomisierten kontrollierten Studien verfügbar.” Übersetzung: Für sechs von sieben Operationsmethoden fehlen belastbare Daten, die den Vorteil der Operation gegenüber einer Unterlassung der Operation zeigen. Aber auch der international angesehene und erfolgreiche Prof. Grönemeier, der schon als Student gerüffelt wurde, weil er alles genau wissen wollte und zu viele Fragen stellte, hat mit seinen OP-Methoden eine große Ablehnung bei seinen “Kollegen” hervorgerufen, wie er in einem Interview feststellte. Prof. Grönemeier leitet u.a. ein Forschungsinstitut für neue OP-Techniken.

Die Entscheidung zu Operationen haben eher mit dem persönlichen Geschmack des einzelnen Arztes, der Übereinstimmung von Fachverbänden oder ganz einfach nur mit momentanem Trend zu tun, als mit harten Fakten. Verständlicherweise werden Operationen fast nie kontrolliert getestet. Statt dessen wird mittels ad hoc Basis entschieden. Chirurgen und auch den angehenden Ärzten wird die Operationsmethoden erst bei der Arbeit beigebracht. Viele Ärzte sind von neuen Techniken begeistert, bevor sie überhaupt die Auswirkungen kennen oder wissen, ob das Verfahren einen Wert hat.

Eine Umfrage der Oxford Universität über 225.000 Operationen in sechs angrenzenden Distrikten fand heraus, dass jede zehnte Notfall-Prostataektomien und jede fünfte Notfall-Hüftersatzoperationen ein Jahr nach der Operation tödlich endeten.Einige OPs haben ebenfalls ein hohes Risiko. Ein Beispiel ist das Risiko bei grauem Star bzw. Prostataentfernung: Im ersten Jahr nach der OP wird einer von 20 Patienten wegen Operationskomplikationen sterben. Oftmals ist der Grund eine tiefe Venenthrombose und ein Blutgerinnsel, ganz einfach deshalb, weil Medikamente nicht verabreicht wurden. Wahrscheinlich sind diese zu teuer – am Wissen sollte es nicht fehlen.

Bei vielen Todesfällen liegt die Ursache in den präoperativen Vorbereitungen oder im chirurgische Eingriff selbst. Entweder wird der Eingriff zu hastig ausgeführt oder dem Patienten wird während der OP zu viel Infusion gegeben, was zum Herzinfarkt führt. Eine beträchtliche Anzahl von Todesfällen wurde auch durch eine mangelnde Vertrautheit des Chirurgen mit der Operation verursacht [British Medical Journal (BMJ) 309]. In einigen Fällen, z.B. bei Rauchern kann es auch passieren, dass die Narkose nicht richtig wirkt. Sie können sich aber nicht bemerkbar machen, weil die Muskeln relaxiert sind und sie keine Kontrolle haben. Bestehen Sie daher auf eine EEG-Überwachung. Eine englische Studie hat festgestellt, dass in Kliniken mit zu wenig Pflegepersonal die Sterblichkeitsquote um 26 Prozent höher ist.

Ultraschalluntersuchung

Selbst wenn es Studien gibt, die zeigen, dass eine Behandlung nicht effektiv oder sogar ausgesprochen gefährlich ist, ist der Glaube daran so stark, dass Ergebnisse oft ignoriert werden. Beweise aus Australien zeigen: Häufige Ultraschallaufnahmen erhöhen die Anzahl wachstumsgehemmter Babys um ein Drittel, was zu einer erhöhten Anzahl kleiner Babys führt (Lancet). Gemäß kanadischer Forschung verursachen Einflüsse des Ultraschalls ein verspätetes Sprechen bei Kindern. Professor James Campbell, ein HNO-Chirurg aus Alberta/Kanada, verglich eine Gruppe mit 72 Ultraschall-Kindern, die Sprechprobleme hatten, mit einer ähnlichen Gruppe ohne solche Schwierigkeiten. Er bestätigte die Ergebnisse.

Fast alle guten Studien über die Beobachtung des Fötus durch Ultraschalltests – die, die Gesundheit eines Fötus während der Schwangerschaft und der Geburt messen – zeigen, dass diese Prozeduren für Mutter und Kind ein schlechteres Ergebnis verursachen als ohne eine Beobachtung (Oxford Univers. Press). Kinder, die Ultraschall im Mutterleib ausgesetzt wurden, hatten gemäß einer Studie ein höheres Vorkommen an Legasthenie. Mütter, deren Babys eine Ultraschalluntersuchung bekamen, hatten eine 90-prozentige Zunahme fötaler Aktivitäten (BMJ). Die Vermutung, wie sich das alles auf die zukünftige Entwicklung auswirkt, bleibt jedem selbst überlassen. Der Neueste Trend in den USA: Ultraschallparties bei denen aus Spaß die Föten geschallt werden.

Pressekontakt:
Naturheilpraxis
Heilpraktiker Wolfgang Scholz
Institutstr. 25
81241 München-Pasing
Telefon 089 – 88 88 733
E-Mail: scholz.gdt@t-online.de
Homepage: www.chiropraktiker-muenchen.de

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